Das italienische Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit (MASE) hat kürzlich die vorläufige Liste der ausgewählten Photovoltaik- (PV-) Projekte zur Eigenverbrauchserzeugung für Unternehmen in Süditalien bekannt gegeben. Insgesamt 566 Projekte haben erfolgreich die Bewertungsphase erreicht, wobei beantragte Fördermittel in Höhe von etwa €59 Millionen beantragt wurden. Angesichts des Gesamtbudgets des Programms von €262 Millionen bleiben jedoch mehr als €200 Millionen an Mitteln nicht zugewiesen.
Dieses Förderprogramm wurde im Oktober 2025 gemäß Ministerialerlass Nr. 424/2025 gestartet. Die ursprüngliche Antragsfrist war der 3. März dieses Jahres, wurde jedoch offiziell bis zum 3. Juli verlängert, um die Teilnahme berechtigter Unternehmen auszuweiten und die vollständige Nutzung des zugewiesenen Budgets sicherzustellen.
Die Ergebnisse der vorläufigen Prüfung zeigen, dass der größte Förderantrag von MI.LO. Srl, einem Unternehmen mit Sitz in der Region Apulien, stammte, mit einem Projekt, das eine Gesamtinvestition von über €30 Millionen umfasst. Zusätzlich erzielte SGMImpianti Srl, ein Unternehmen aus Sizilien, die höchste Gesamtpunktzahl und schnitt bei der Mehrheit der Bewertungskriterien am besten ab.
Der italienische Energieservice-Manager (GSE) hat nun die Phase der technischen Prüfung eingeleitet. Die Projekte werden auf Grundlage ihrer Rangfolge bewertet, wobei der Schwerpunkt auf der Überprüfung der Vollständigkeit der Dokumentation und der Einhaltung der Ausschreibungsanforderungen liegt. Unternehmen müssen alle erforderlichen ergänzenden Informationen innerhalb von 30 Tagen einreichen.
Um für dieses Förderprogramm infrage zu kommen, müssen PV-Anlagen eine Nennleistung zwischen 10 kW und 1 MW aufweisen, wodurch sie für gewerbliche und industrielle Dächer, Produktionsstätten und den Energiebedarf von KMU geeignet sind. Die Fördersätze variieren je nach Unternehmensgröße und Projekttyp: Standard-PV-Projekte können eine Unterstützung in Höhe von 38–58% der Investitionskosten erhalten, während PV-Thermie-Systeme für höhere Sätze von 43–63% qualifizieren. Wenn ein Batteriespeichersystem enthalten ist, ist die Speicherkomponente für eine Investitionsförderung von 28% bis 48% berechtigt.
Die Zahl der Anträge in dieser Runde war im Vergleich zum verfügbaren Budget relativ niedrig, sodass weiterhin erhebliche Mittel für Unternehmen zugänglich sind, die ihre Stromkosten durch die Erzeugung erneuerbarer Energie vor Ort senken möchten.

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